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Genealogie und Mecklenburg: Von A - Z

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Familiennamen


Überblick

In den deutschen Landen trifft man auf Familiennamen entsprechenden Beinamen seit dem 13. Jahrhundert, bei Angehörigen des Adels bereits im 10. Jahrhundert. Die Einführung von Beinamen schwankte zeitlich und regional. Beinamen ergaben sich oft aus der regionalen Herkunft (... von {ort, region}), der Tätigkeit (... der {beruf}) oder einer bestimmten Eigenschaft (... der {eigenschaft}). Überwiegend bildeten sich die Familiennamen dann vom 14. bis zum 16. Jahrhundert heraus. Mit der Vererbung des Besitzes ging allmählich auch das Vererben des Beinamens einher. Der Gesamtname einer Person ergab sich dann aus dem Rufnamen und dem Bei- gleich dem Familiennamen. Die Familiennamen bildeten sich zuerst in den Städten heraus. In den ländlichen Gebieten zuerst bei den Hofbesitzern und später beim Gesinde. In Mecklenburg finden wir dann zum Beispiel Johann Schulz, Joachim Soltwedel, Carl Westphal und Friedrich Lange. In mecklenburgischen Familiennamen finden wir auch häufig die plattdeutsche Sprache wieder: Möller, Kröger, Voß, Burmester, Schomaker, Fründt.

Häufig auftretende Familiennamen in Deutschland

Viele der anzutreffenden "Häufigkeitslisten" basieren auf aktuellen Telefonverzeichnissen. Auf jeweils mehr als 100.000 Nennungen kamen die Namen Müller, Schmidt, Schneider, Fischer, Meyer, Weber. Auch bei den nächsten 15 häufigsten Namen (jeweils mehr als 50.000 Nennungen) ist eine Häufung von historischen Berufen zu erkennen: Wagner, Schulz, Becker, Hoffmann, Schäfer, Koch, Bauer, Richter, Schröder, Klein, Wolf, Neumann, Schwarz, Krüger, Zimmermann.

Häufig auftretende Familiennamen in Mecklenburg

In der folgenden Liste sind die Namen der Häufigkeit nach geordnet. Jedoch wurden "verwandte" Namen zusammengefaßt und die Auswertung beschränkte sich auf den Mecklenburger Raum.

  1. Schulz, auch Schultz, Schult, Schulze, Schuldt, seltener Schultze, Scholze, Scholz, Schulte,
  2. Müller, Möller, seltener in Zusammensetzungen Steinmüller, Brockmüller, Brockmöller, Drögmöller,
  3. Schmidt, auch Schmidtke, Schmitz, Schmitt, seltener Schmid, Schmied und auch in Zusammensetzungen Kleinschmidt, Schaarschmidt, Blechschmidt, Gutschmidt,
  4. Krüger, Kröger,
  5. Schröder, auch Schröter, selten Schrödter,
  6. Lange, seltener Langer, Lang, Langner, auch in Zusammensetzungen Langmann. Langberg, Langhof, Langhammer, Langkau, Langpap, Langhans, Langschwager, Langhoff,
  7. Meyer, auch Meier, seltener Maier,
  8. Hoffmann, Hofmann, Hofmeister, Hoffmeister, auch in Zusammensetzungen Uphoff, Niederhoff, Brinkhoff, Vietinghoff, Schönhoff, Bohnhoff, Wüsthoff, Saathoff, Kirchhoff, Eickhoff, Langhoff, Rieckhoff, Rieckhof,
  9. Neumann,
  10. Wolf, auch Wolff, Wulf, Wulff,
  11. Peters, auch Petersen, Petersohn, Peterson oder Petermann,
  12. Wegner, genauso häufig auch Wagner,
  13. Schwarz, auch Schwartz, Schwarze, Schwarzer,
  14. Brandt, selten Brand, häufig Hildebrandt, Hildebrand, Hillebrand,
  15. Schneider, auch in Zusammensetzungen Schneidewind, Schattschneider, Brettschneider, Schneidereit, Bretschneider, Wandschneider,
  16. Fischer,
  17. Krause, selten Kraus,
  18. Koch,
  19. Richter,
  20. Becker, selten Bäcker, auch in Zusammensetzungen Hüpenbecker, Kuchenbecker,
  21. Witt, auch Witte, Wittig, Wittke und in Zusammensetzungen Wittfoth, Wittmann, Pannwitt,
  22. Voß, auch Voss, selten Vohs,
  23. Lemke, auch Lembke, Lemcke, Lembcke,
  24. Engel, selten Engels oder Engelke, manchmal in Zusammensetzungen Engelmann, Engelbrecht, Engelhardt, Engelland, Engelhard, Engelberg,
  25. Westphal,
  26. Weber, selten auch Leinweber, Scharnweber,
  27. Herrmann, oft auch Hermann,
  28. Rohde, auch Rode, Rodewald,
  29. Burmeister, Grundform Meister auch in zahlreichen anderen Zusammensetzungen: Stautmeister, Bauermeister, Käckenmeister, Schirrmeister, Neumeister, Briesemeister, Käkenmeister, Gildemeister, Hammermeister, Bliemeister, Küchenmeister, Hagemeister, Hameister, Hofmeister, Hoffmeister,
  30. Bauer, auch Neubauer, Gebauer, Neugebauer, Bauers,
  31. Lehmann,
  32. Albrecht,
  33. Hinz, manchmal auch Hinze, Hinzmann, Hinzpeter,
  34. Schumacher, seltener auch Schomaker, Schomacker, Schuhmacher,
  35. Wilke, auch Wilken, Wilk, Wilcke, Wilkens,
  36. Hahn, seltener in Zusammensetzungen Plückhahn, Bockhahn, Milhahn, Drenkhahn, Berkhahn,
  37. Kruse,
  38. Martens auch Marten,
  39. Zimmermann,
  40. Arndt,
  41. Beyer oft auch Beier,
  42. Werner,
  43. Kühn auch Kühne, Kühnel,
  44. Klein,
  45. Timm auch Timmermann,
  46. Niemann,
  47. Haase,
  48. Böttcher,
  49. Ahrens,
  50. Wendt.

Weitere häufige Familiennamen: Jahnke (Jahncke), Schubert (Schubbert), Schütt, Köhn (Köhnke, Köhncke), Braun, Hamann, Lorenz, Günther (Günter), Buchholz, Hübner, Wolter, Köhler, Harder, Drews, Behrens, Frank, Henning, Schäfer, Voigt, Walter, Hartmann, Winter, Otto, Boldt (Bolte, Bolt), Schreiber, Freitag, Horn, Friedrich, Saß, Erdmann, Lenz, Holz, Schumann (Schuhmann), Winkler, Heinrich, Behnke, Weiß, Berger, Ewert, Eggert, Pohl, Hoppe, König, Giese, Kaiser, Thiel, Groth, Zander, Wenzel, Franke.

Die häufigsten Namen in den Mecklenburgkontakten

Anzahl Name
73 Schmidt
56 Möller
55 Kruger
49 Schulz
48 Schroder
48 Schultz
42 Westphal
37 Lange
34 Peters
33 Müller
32 Burmeister
29 Voss
29 Wendt
29 Meyer
28 Brandt
27 Ahrens
27 Schroeder
26 Schütt
26 Vick
25 Kröger

Glossar


Keinen Eintrag im Glossar gefunden.



Literatur

  • Bahlow, Hans: Suhrkamp Taschenbücher, Nr.65, Deutsches Namenlexikon
    ISBN 3518365657


  • Naumann, H.: Das große Buch der Familiennamen


  • Bahlow, Hans: Niederdeutsches Namenbuch
    Wiesbaden 1972

  • Bach, Adolf: Deutsche Namenkunde
    Heidelberg 1952

  • Bahlow, Hans: Mecklenburgisches Namenbüchlein
    Rostock 1932

  • Kunze, K.: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet
    München 2003

  • Udolph, J.; Fitzek, S.: Prof. Udolphs Buch der Namen. Woher sie kommen. Was sie bedeuten.
    München 2005

Weblinks

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